5 Fehler beim Immobilienverkauf im Allgäu – und was sie Sie wirklich kosten
Ein Immobilienverkauf ist eine entscheidende Angelegenheit, besonders im Allgäu, wo falsche Entscheidungen schnell hohe Verluste bedeuten können. Dieser Artikel beleuchtet die fünf häufigsten Fehler und zeigt detailliert, wie Sie diese gekonnt vermeiden.


Ein Immobilienverkauf ist kein Alltagsgeschäft. Die meisten Eigentümer durchlaufen diesen Prozess einmal im Leben – und haben keine zweite Chance, es besser zu machen. Genau deshalb sind die Fehler, die dabei passieren, nicht nur ärgerlich. Sie sind kostspielig. Im Allgäu, wo Immobilienpreise zuletzt zwischen 4.500 und 6.000 €/m² lagen, können falsche Entscheidungen schnell fünfstellige Verluste bedeuten.
Dieser Artikel zeigt, welche fünf Fehler beim Immobilienverkauf im Allgäu am häufigsten vorkommen – und wie Sie jeden einzelnen davon vermeiden.
Fehler 1: Den Preis nach Gefühl statt nach Markt festlegen
Der häufigste und teuerste Fehler beim Immobilienverkauf ist ein falsch angesetzter Preis. Zu hoch angesetzt und das Objekt dümpelt monatelang im Markt, verliert an Wahrnehmung und zieht am Ende trotzdem weniger Interessenten an als ein von Anfang an realistisch bewertetes. Zu niedrig bewertet und das Geld bleibt einfach auf dem Tisch liegen.
Das Problem: Viele Eigentümer orientieren sich an dem, was Nachbarn angeblich erzielt haben, an Portalen mit veralteten Inseraten oder schlicht am eigenen emotionalen Bezug zur Immobilie. Keine dieser Quellen ist ein verlässlicher Marktindikator.
Was tatsächlich zählt, sind aktuelle Transaktionsdaten, Lageanalysen und Vergleichsobjekte – ausgewertet mit Methoden, die auch Banken und institutionelle Investoren nutzen. Bei Dohrmann & Partner erfolgt jede Bewertung mit PriceHubble: einem KI-gestützten Analysetool, das Millionen Datenpunkte auswertet und den tatsächlichen Marktwert einer Immobilie belastbar beziffert. Keine Schätzung, sondern eine fundierte Marktanalyse.
Was das konkret bedeutet: Ein Haus in Kempten, das mit 650.000 € inseriert wird, obwohl der Markt 580.000 € hergibt, wird nach 90 Tagen Leerstand häufig für 560.000 € verkauft – also deutlich unter dem erzielbaren Marktpreis.
Fehler 2: Die Vermarktung unterschätzen
Ein gutes Exposé ist keine Selbstverständlichkeit. Verwackelte Smartphone-Fotos, fehlende Grundrisse, nichtssagende Beschreibungstexte – und dann das Objekt auf einem oder zwei Portalen inseriert. Das ist kein Verkauf, das ist Hoffnung.
Effektive Immobilienvermarktung bedeutet heute: professionelle Fotografie, 3D-Grundrisse, ein Video-Exposé, ein ausführliches Exposé, das zur Zielgruppe passt, und maximale Reichweite von Tag 1 an. Hinzu kommt die Platzierung auf den reichweitenstärksten Portalen wie Immoscout, Immowelt sowie Kleinanzeigen und der DSGVO konforme Versand von Exposé an Interessenten und die fortführende, teilweise automatisierte Kommunikation.
Das Ergebnis: Mehr Sichtbarkeit, mehr qualifizierte Anfragen, weniger Wartezeit. Wer sein Haus nur auf einem Portal inseriert, verzichtet freiwillig auf einen erheblichen Teil des Käuferpotenzials, wer rechtliche Vorgaben nicht beachtet, macht sich schnell strafbar.
Fehler 3: Auf das erste Angebot eingehen
Ein Kaufinteressent meldet sich, macht ein Angebot – und der Verkäufer, erleichtert, sagt zu. Was folgt, ist oft das Gefühl: Da wäre mehr drin gewesen.
Das Problem ist strukturell: Beim klassischen Einzelgespräch gibt es keinen Wettbewerb. Der Käufer verhandelt mit einem Verkäufer, der keine Vergleichsgröße hat. Das Ergebnis ist fast immer ein Preis, der unter dem liegt, was der Markt bei echter Nachfrage hergeben würde. Doch das Managen der Kommunikation mehrerer Interessenten ist ohne die professionellen Tools aufwendig. Man läuft Gefahr, den Überblick zu verlieren.
Bei Objekten mit einer zu erwartenden hohen Nachfrage bieten wir eine weitere Option: Das digitale Anbieterverfahren.
Das System PropNow verbindet die Bieterdynamik einer klassischen Auktion mit den Freiheiten eines Maklermandates. Interessenten können in einem digital geschützten Raum Angebot abgeben. Diese Gebote sind für alle Bieter einsehbar (anonymisiert). Das schafft einen fairen Wettbewerb – transparent für alle Beteiligten. Der Verkäufer entscheidet ob, an wen und wann er das Objekt verkaufen möchten. Das Ergebnis: Verkäufer, die dieses Verfahren nutzen, erzielen nachweislich bis zu 18% höhere Preise als durch klassische Verhandlungslösungen. Mehr als 6.000 Immobilien wurden bereits erfolgreich über PropNow verkauft.
Fehler 4: Den Zeitpunkt des Verkaufs nicht strategisch wählen
Nicht jeder Zeitpunkt ist gleich gut geeignet, eine Immobilie im Allgäu zu verkaufen. Saisonale Schwankungen, Zinsveränderungen und regionale Marktdynamiken beeinflussen, wie viele aktive Käufer gerade suchen – und was sie bereit sind zu zahlen.
Generell gilt: Das Frühjahr (März bis Mai) und der frühe Herbst (September/Oktober) sind im Allgäu die aktivsten Phasen am Markt. Wintermonate sind träger, nicht weil die Preise fallen, sondern weil weniger Kaufinteressenten aktiv suchen. Wer im November inseriert, hat schlicht weniger potenzielle Bieter.
Dazu kommt: Im aktuellen Zinsumfeld (Stand 2026) ist die Nachfrage nach Immobilien im mittleren und oberen Segment zwar selektiver geworden, aber keineswegs eingebrochen – insbesondere im Allgäu, das strukturell von Zuzug, Tourismus und stabiler Wirtschaftskraft profitiert.
Die richtige Timing-Entscheidung ist kein Bauchgefühl, sondern das Ergebnis einer Marktanalyse. Wer wissen möchte, ob der aktuelle Zeitpunkt für den Verkauf günstig ist, sollte sich die Daten ansehen – nicht die Meinung des nächstbesten Maklers.
Fehler 5: Rechtliche und steuerliche Aspekte ignorieren
Ein Immobilienverkauf hat Konsequenzen, die weit über den Notartermin hinausgehen. Wer diese unterschätzt, erlebt im Nachgang unangenehme Überraschungen.
Die häufigsten Fallstricke:
Spekulationssteuer: Wer eine Immobilie innerhalb von zehn Jahren nach dem Kauf verkauft und sie nicht selbst bewohnt hat, zahlt Einkommensteuer auf den erzielten Gewinn.
Energieausweis: Pflicht bei jedem Verkauf. Fehlt er, drohen Bußgelder von bis zu 10.000 €.
Sachmängelrecht: Was dem Käufer bekannt sein musste, aber nicht offengelegt wurde, kann zu Schadensersatzforderungen führen – auch Jahre nach dem Verkauf.
Maklerprovision: Seit dem Bestellerprinzip (2020) teilen sich Käufer und Verkäufer die Provision. Im Allgäu sind 3,57% zzgl. MwSt. je Seite marktüblich.
Diese Punkte gehören vor dem Verkauf auf den Tisch – nicht während des Notartermins.
Fazit: Fehler vermeiden heißt Geld behalten
Die gute Nachricht: Alle fünf Fehler sind vermeidbar. Sie sind kein Schicksal, sondern das Ergebnis von fehlender Information, fehlenden Werkzeugen oder fehlender Erfahrung.
Wer seine Immobilie im Allgäu verkaufen möchte, sollte mit einer fundierten Marktbewertung beginnen – nicht mit einer Inseratsrecherche. Wer dann die Vermarktung mit maximaler Reichweite kombiniert, auf echten Bieterwettbewerb setzt und die rechtlichen Rahmenbedingungen kennt, verkauft schneller und zu einem besseren Preis.
Starten Sie mit dem ersten Schritt: Eine kostenlose, KI-gestützte Immobilienbewertung mit PriceHubble zeigt Ihnen, was Ihre Immobilie heute tatsächlich wert ist – ohne Verpflichtung, ohne Schätzung auf Zuruf.
FAQ
Wie lange dauert ein Immobilienverkauf im Allgäu?
Im regionalen Durchschnitt dauert ein Verkauf zwischen 3 und 6 Monaten – von der Bewertung bis zum Notartermin. Mit professioneller Vermarktung und digitalem Angebotsverfahren (PropNow) verkürzt sich dieser Zeitraum in der Regel deutlich.
Was kostet ein Makler im Allgäu?
Die marktübliche Provision liegt bei 3,57% zzgl. MwSt. für Käufer und Verkäufer je. Seit 2020 gilt das Bestellerprinzip: Wer den Makler beauftragt, zahlt mindestens die Hälfte der Gesamtprovision.
Brauche ich einen Energieausweis beim Verkauf?
Ja. Der Energieausweis ist seit 2014 Pflicht und muss Interessenten spätestens bei der Besichtigung vorgelegt werden. Fehlt er, drohen Bußgelder bis zu 10.000 €.
Was ist der Unterschied zwischen PropNow und klassischer Vermarktung?
Beim klassischen Verfahren verhandeln Verkäufer und Käufer unter vier Augen. PropNow schafft einen fairen, transparenten Bieterprozess: Alle qualifizierten Interessenten geben gleichzeitig Gebote ab. Das Ergebnis: nachweislich bis zu 18% höhere Verkaufspreise.
Muss ich als Verkäufer Steuern zahlen?
Das hängt von der Haltedauer ab. Wer die Immobilie weniger als zehn Jahre im Eigentum hatte und sie nicht selbst bewohnt, muss den Veräußerungsgewinn als Einkommen versteuern. Bei Eigennutzung in den letzten zwei Kalenderjahren vor Verkauf entfällt die Steuer.




